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Visuelle Kultur

YouTube Preview ImageAnouar Brahem – “Vague – E la nave va” mit wunderbaren Landschaftsbildern in Schwarzweiß von Bill Robinson.

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Inspiration (57) – Déjà-vu

von Heike Rost am 20. August 2010

in Inspiration,Visuelle Kultur

YouTube Preview ImageFritz Lang lässt grüßen … (Danke an Thomas Knüwer für den Tipp!)

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Was haben graue Zellen und Keksdosen gemeinsam? Die Erinnerung an den Spruch eines Lehrers während meiner Ausbildung zur Photographin: “Der Könner macht auch mit einer Keksdose noch tolle Bilder.” Stimmt. Also dann: Bitte hinklicken und anschauen, wunderbare Photographie mit dem iPhone.

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Bilder zu sehen, zu photographieren, ist akribische Spurensuche in den eigenen Erinnerungen, im visuellen Gedächtnis, ist ein Puzzle aus Geräuschen, Farben, Gerüchen und einer Flut von Assoziationen zu den Sinneseindrücken. Das Bild einer Brücke beispielsweise, die sich zwischen den herbstlich gefärbten Bäumen über das ruhige Wasser spannt: Gesehen in Norddeutschland, am See von Schloss Panker. Lange habe ich dort am Ufer gesessen, schweigend versunken in die Betrachtung, der Stille lauschend und nur dem Licht zusehend, wie es sich veränderte, durch das Laub mäanderte und Streiflichter in die Landschaft tupfte. Fröstelnd an einem Herbstnachmittag, der nach Stoppelfeuer und gerösteten Kartoffeln duftete, nach Kaminglut, Tee und Wollpullover, nach regenfeuchter Erde und erstem Raureif in der Luft. Die leisen Rufe der Zugvögel hoch oben am Himmel, endlose Ketten von Wildgänsen und Kranichen vor blauem Himmel mit zarten Wolkenstreifen. Das tropfende Geräusch fallender Eicheln und Kastanien im hohen Gras unter alten Bäumen. Dann und wann aufspritzendes Wasser, ein springender Fisch auf der Jagd nach den letzten Mücken des Herbstes. Nach einer ganzen Weile des Beobachtens war das eigentlich Gesehene, Wahrgenommene den Erinnerungen nah genug; fast deckungsgleich, doch ohne präzise zuordnen zu können, was genau  ”den entscheidenden Moment” ausmachte, wie Henri Cartier-Bresson diesen Bruchteil einer Sekunde bezeichnet hat.

Das Gedächtnis gab das Gemälde zur Landschaft erst wesentlich später der bewussten Erinnerung preis; nicht etwa wegen des Motivs, sondern der Farbigkeit geschuldet: Es war ein Bild aus der Serie der Seerosenteiche von Claude Monet, entstanden 1900, auch immer wieder in der Reihe der Lieblingsbilder zu finden.

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YouTube Preview ImageBekannte Gesichter im Zeitraffer-Morphing über mehrere Jahrzehnte: Ein Werbefilm für Newsweek’s Serie “Schönheit im Wandel”, die unterschiedliche Aspekte des Themas aufgreift. Lesenswert – und sehenswert.

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