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	<title>HeikeRost.com &#187; Visuelle Kultur</title>
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		<title>Fundstücke (113) &#8211; Abstracts</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 21:22:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Visuelle Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[ Spieltrieb mit kleinen Dingen &#8230; und einem Smartphone.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><div class="slideshow-next slideshow-content">
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			 <span style="text-align: left;">Spieltrieb mit kleinen Dingen &#8230; und einem Smartphone.</span></p>
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		<title>Linktipps 3.2.2012 &#8211; Fotokunst und Theorie der Fotografie</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 14:36:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Visuelle Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Das Schwarze und das Weiße &#8211; Fotografie als Malerei&#8221; &#8211; Michael Schnabel, der sich seit Jahren mit Grenzfragen des Sehens auseinandersetzt, ist in den letzten Jahren vor allem durch seine Nachtstudien aufgefallen. Jetzt stellt er seine beeindruckenden Bilder in der Wiesbadener Galerie photonet von Klaus Kleinschmidt aus: Eröffnung am 10.2.2012, 19 Uhr &#8211; die Ausstellung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div id="attachment_7415" class="wp-caption alignnone" style="width: 625px">
	<a href="http://www.klauskleinschmidt.de/kuenstler-bilder/michael_schnabel.html"><img class="size-full wp-image-7415 " title="©Michael Schwarz/Kleinschmidt Fine Photographs http://www.photonetgalerie.de" src="http://www.heikerost.com/wp-content/uploads/2012/02/schwarz.jpg" alt="" width="625" height="452" /></a>
	<p class="wp-caption-text">©the artist and Kleinschmidt Fine Photographs</p>
</div>
<p><a href="http://www.klauskleinschmidt.de/" target="_blank">&#8220;Das Schwarze und das Weiße &#8211; Fotografie als Malerei&#8221;</a> &#8211; Michael Schnabel, der sich seit Jahren mit Grenzfragen des Sehens auseinandersetzt, ist in den letzten Jahren vor allem durch seine Nachtstudien aufgefallen. Jetzt stellt er seine beeindruckenden Bilder in der Wiesbadener Galerie photonet von Klaus Kleinschmidt aus: Eröffnung am 10.2.2012, 19 Uhr &#8211; die Ausstellung läuft vom 13.2. bis 27.4.2012.  <a href="http://www.klauskleinschmidt.de/kuenstler-bilder/michael_schnabel.html" target="_blank">(Übersicht der Fotografien von Michael Schnabel)</a></p>
<p><a href="http://culturevisuelle.org/viesociale/3643" target="_blank">&#8220;Chronologie der Digitalfotografie&#8221;</a> &#8211; Sylvain Maresca stellte für &#8220;La vie sociale des images&#8221; einen Überblick der wichtigsten Stationen der Digitalfotografie zusammen. Ergänzungen, Vorschläge und Korrekturen nimmt der Autor gerne entgegen.</p>
<p><a href="http://culturevisuelle.org/dejavu/1100" target="_blank">&#8220;Notes sur la structure informationelle de la photographie&#8221;</a> &#8211; Ein interessanter Beitrag von Patrick Peccatte zur Einstufung und verschwindenden Abgrenzung zwischen analoger und digitaler Fotografie hinsichtlich ihrer Abbildung von Realität.</p>
<p><a href="http://culturevisuelle.org/dejavu/1011" target="_blank">&#8220;Éditer, censurer&#8221;</a> &#8211; Essay über den Zusammenhang zwischen redaktionellem Bildschnitt und und Veränderung von Bildaussagen; anhand eines historischen Fotos, das zum Jahrestag der Landung in der Normandie bei The Big Picture (Boston Globe) veröffentlicht wurde, erklärt Patrick Peccatte den Einfluss des Bildschnitts auf die Bildaussage und belegt seine Thesen mit zahlreichen, historischen Bildbeispielen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Phillip Toledano: &#8220;A New Kind of Beauty&#8221;</title>
		<link>http://www.heikerost.com/bilder/newkindofbeauty/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 13:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Visuelle Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wir beginnen, nicht nur unser Konzept der Schönheit zu verändern, sondern auch unsere Körperlichkeit selbst.&#8221; schreibt der New Yorker Fotograf Phillip Toledano im Vorwort zu seinem bemerkenswerten Buch &#8220;A New Kind of Beauty&#8221;. &#8220;Was definieren wir als Schönheit, wenn wir uns selbst neu erschaffen?&#8221; Toledano, der sich seit langem mit Fragen der Ästhetik beschäftigt, hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>&#8220;Wir beginnen, nicht nur unser Konzept der Schönheit zu verändern, sondern auch unsere Körperlichkeit selbst.&#8221; schreibt der New Yorker Fotograf Phillip Toledano im Vorwort zu seinem bemerkenswerten Buch &#8220;A New Kind of Beauty&#8221;. &#8220;Was definieren wir als Schönheit, wenn wir uns selbst neu erschaffen?&#8221; Toledano, der sich seit langem mit Fragen der Ästhetik beschäftigt, hat ihnen mit seinen Porträts nachgespürt. Für seinen Bildband fotografierte er Menschen, die sich selbst komplett gestaltet haben: Mit Hilfe plastischer Chirurgie  haben sie ihre Körper und Gesichter korrigieren lassen, um ihrem  Ideal ästhetischer Körper und Gesichtszüge möglichst nahe zu kommen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-7313 aligncenter" title="(Foto: Dewi Lewis Publishing/Phillip Toledano, Buchcover)" src="http://www.heikerost.com/wp-content/uploads/2012/01/toledano_cover.jpg" alt="" width="327" height="500" /></p>
<p>In dezenter Farbigkeit und Lichtführung, ähneln die Posen der Porträtierten den Abbildungen, die wir aus Museen, von Bildern Rembrandts, Goyas und vieler anderer alter Meister kennen. Ohne zu beurteilen, jenseits aller Effekthascherei, konzentriert sich Toledano auf ein Abbild der Körper vor der Kamera. Dabei ist er beileibe nicht neutral in seiner artifiziell überhöhten Darstellung: Vor dunklem Hintergrund schimmert Haut sanft im Licht, die Menschen blicken direkt in die Kamera. Ruhig und gelassenen bieten sie ihre physische Neudefinition von Schönheit dem Betrachter dar, einem menschliches Kunstwerk vor schwarzem Samt gleich, zusammengesetzt aus ästhetischen Versatzstücken der Geschichte.</p>
<p>Phillip Toledanos Buch ist eine beklemmende Dokumentation vorsätzlicher, physischer Veränderungen, die alle Grenzen von Begrifflichkeiten und Geschlecht in schockierender Weise überschreitet. Der neu erschaffene Körper besteht gleichsam aus Puzzlestücken der Ästhetikgeschichte, neu zusammengesetzt aus Ideen, mit Hilfe plastischer Chirurgie. Die eigene, persönlich empfundene Schönheit der abgebildeten Personen liegt nicht länger im Auge des Betrachters. Sie ist einzig der Definition des &#8220;Körperbewohners&#8221; unterworfen, entspricht seinem individuellen Ideal, das sich damit allen anderweitigen Maßstäben entzieht und den Betrachter ratlos und befremdet zurück lässt.</p>
<p>Weiterführende Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.mrtoledano.com/a-new-kind-of-beauty/02" target="_blank">Phillip Toledanos Bilder</a></li>
<li>Phillip Toledano, <a href="http://www.amazon.de/New-Kind-Beauty-Phillip-Toledano/dp/1907893105/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1328003164&amp;sr=8-1" target="_blank">&#8220;A New Kind of Beauty&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/Nach-seinem-Bilde-Sch%C3%B6nheitschirurgie-Sch%C3%B6pfungsphantasien/dp/3905561026/ref=sr_1_cc_1?s=aps&amp;ie=UTF8&amp;qid=1328003195&amp;sr=1-1-catcorr" target="_blank">&#8220;Nach seinem Bilde &#8211; Schönheitschirurgie und Schöpfungsphantasien in der westlichen Medizin&#8221;</a> (Angelica Ensel, 1996)</li>
<li><a href="http://www.amazon.de/sch%C3%B6n-normal-Manipulationen-K%C3%B6rper-Technologien/dp/3899428897/ref=sr_1_cc_2?s=aps&amp;ie=UTF8&amp;qid=1328003195&amp;sr=1-2-catcorr" target="_blank">&#8220;schön normal &#8211; Manipulationen am Körper als Technologien des Selbst&#8221;</a> (Hrsg. Paula-Irene Villa, 2008)</li>
</ul>
<p>(Foto: Dewi Lewis Publishing/Phillip Toledano, Buchcover)</p>
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		<title>Linktipps: Visuelle Kultur und Kreativität</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 10:01:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Visuelle Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Portraits of the Homeless&#8221;: Beeindruckende Porträts in Schwarzweiß, sprechende Gesichter: Der englische Fotograf Lee Jeffries arbeitet seit 2008 an diesem Projekt, kürzlich wurde er mit dem &#8220;Photographer of The Year Award&#8221; des Digital Camera Magazins ausgezeichnet. Das wunderbares Buch &#8220;Just Talkin&#8221; ist in zwei unterschiedlichen Varianten bei Blurb erhältlich. Mehr Fotos von Lee Jeffries gibt&#8217;s bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="alignnone  wp-image-7246" title="[M]HeikeRost.com/©LeeJeffries/Blurb " src="http://www.heikerost.com/wp-content/uploads/2012/01/jeffries_blurb.jpg" alt="" width="500" height="242" /><a href="http://lightbox.time.com/2012/01/26/portraits-of-the-homeless-by-lee-jeffries/#1" target="_blank">&#8220;Portraits of the Homeless&#8221;</a>: Beeindruckende Porträts in Schwarzweiß, sprechende Gesichter: Der englische Fotograf Lee Jeffries arbeitet seit 2008 an diesem Projekt, kürzlich wurde er mit dem &#8220;Photographer of The Year Award&#8221; des Digital Camera Magazins ausgezeichnet. Das wunderbares Buch <a href="http://de.blurb.com/bookstore/detail/795785" target="_blank">&#8220;Just Talkin&#8221;</a> ist in zwei unterschiedlichen Varianten bei <a href="http://de.blurb.com" target="_blank">Blurb</a> erhältlich. Mehr <a href="http://www.flickr.com/photos/16536699@N07/" target="_blank">Fotos von Lee Jeffries gibt&#8217;s bei flickr</a>.</p>
<p><a href="http://labatailledesimages.blog.lemonde.fr/" target="_blank">&#8220;La Bataille des images&#8221;</a>, &#8220;Die Schlacht der Bilder&#8221; nennt die französische Zeitung Le Monde ihr Blog, in dem sie Bilder aus dem französischen Präsidentenwahlkampf veröffentlicht &#8211; und ihre Inszenierung analysiert. Lesenswert und spannend.</p>
<p><a href="http://culturevisuelle.org/icones/2287" target="_blank">&#8220;Sarkozy en pirogue, une image innocente?&#8221;</a> - <a href="http://andre.gunthert.fr/index.php/post/travaux" target="_blank">André Gunthert</a>, Historiker und Professor der <a href="http://www.ehess.fr/" target="_blank">EHESS</a>, widmet seine Forschung seit langem der visuellen Kultur. Ist die Position des Präsidenten auf der Trainerbank eines Bootes, gemeinsam mit Regierungsmitgliedern, Zufall &#8211; oder kalkulierte Inszenierung? Die Zusammenstellung unterschiedlicher Bilder der Serie &#8220;Im Boot&#8221; und <a href="http://www.flickr.com/photos/gunthert/6772729345/in/photostream/lightbox/" target="_blank">späterer, unterschiedlicher Bildschnitte</a> zeigt interessante Interpretationsansätze mit Einblicken in die redaktionelle Interpretation.</p>
<p><a href="http://culturevisuelle.org/icones/445" target="_blank">&#8220;Comment lisons-nous les photos?&#8221;</a>, &#8220;Wie lesen wir Fotos?&#8221; gehört in diese Linkliste: Das französische Magazin <a href="http://www.chassimages.com/" target="_blank">&#8220;Chasseur d&#8217;Images&#8221;</a> veröffentlicht regelmäßig eingesandte Leserfotos. Ein Leserkommentar gab den Anstoß für André Gunthert, die vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten eines &#8220;Kinderfotos mit Zöpfen&#8221; zu beschreiben. Ein exemplarisches Beispiel für die Subjektivität der Betrachtung &#8211; und der Wirkung von Bildern.</p>
<p><a href="http://www.inc.com/ss/wrong-body-language?nav=next#0" target="_blank">&#8220;Körpersprache im Beruf&#8221;</a> - eine amüsante Fotostrecke (auch für Fotografen) illustriert, was Körperhaltungen und Gesten über uns verraten. Fazit: &#8220;Look good, sound good and know your material.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.inc.com/margaret-heffernan/the-truth-about-sleep-and-productivity.html" target="_blank">&#8220;The Truth about Sleep and Productivity&#8221;</a> &#8211; <a href="http://www.mheffernan.com/" target="_blank">Margaret Heffernan</a> über den Zusammenhang zwischen Schlaf, Produktivität und Kreativität. Zu wenig Schlaf macht nicht kreativ, sondern depressiv; <a href="http://www.theatlantic.com/health/archive/2012/01/study-of-the-day-working-overtime-may-double-risk-of-depression/251925/" target="_blank">eine aktuelle Studie belegt</a>, dass häufige Überstunden das Risiko von Depressionen verdoppeln können.</p>
<p>In diesem Sinne: Ein schönes, ausgeschlafenes Wochenende. Für die Kreativität. ;)</p>
<p>Foto: Lee Jeffries/Blurb (Screenshot/Montage hr)</p>
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		<title>Megapixel, Knipsbilder, visuelles Schnellfutter</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 23:07:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediennotizen]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Das Bild sagt: So ist es gewesen.&#8221; schrieb der französische Philosoph Roland Barthes. In seinen Werken &#8220;Rhetorik des Bildes&#8221; und &#8220;La chambre claire&#8221; (&#8220;Die helle Kammer&#8221;, Paris, 1980), formulierte er mehrfach diesen Gedanken der absoluten Authentizität und des Dokumentarischen. Fotografieren an sich war für Barthes eine subjektive, mit allgemein überprüfbaren, wissenschaftlichen Formeln nicht zu erfassende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>&#8220;Das Bild sagt: So ist es gewesen.&#8221; schrieb der französische Philosoph <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Barthes" target="_blank">Roland Barthes</a>. In seinen Werken &#8220;Rhetorik des Bildes&#8221; und &#8220;La chambre claire&#8221; (&#8220;Die helle Kammer&#8221;, Paris, 1980), formulierte er mehrfach diesen Gedanken der absoluten Authentizität und des Dokumentarischen. Fotografieren an sich war für Barthes eine subjektive, mit allgemein überprüfbaren, wissenschaftlichen Formeln nicht zu erfassende Erfahrung des Fotografen. Ausdrücklich getrennt dabei: Der rein technische Vorgang des Reproduzierens und Abbildens und die individuellen Ebene der Wahrnehmung sowie der daraus resultierenden Umsetzung in eine (Bild)Sprache des Fotografen, die aus ästhetischem Wissen, visueller Prägung, Erfahrung und Identität des Bildautors geformt wird. Dieser persönliche Prozess des Abbildens machte für Barthes erst tatsächlichen Wert und inhaltliche Überzeugungskraft von Fotografie aus.</p>
<p>Zwischen Bildermassen und Datenbanken lautet die Aussage vieler Bilder heute dagegen: &#8220;So könnte es gewesen sein.&#8221;. Digitalisierung suggeriert Machbarkeit, bietet umfassende Verfügbarkeit, jederzeit und überall; passt es nicht, wird&#8217;s der Rechner schon richten. Glatt gepixelte, geschönte Bildfluten im Netz sind hochglänzend hübsch, bunt und technisch perfekt. Können sie aber mit klaren Aussagen überzeugen? Sind sie intensiv und dicht in ihrer Sprache? Können heutige Bilder ihre Betrachter faszinieren und berühren? Bleiben sie im Gedächtnis des Betrachters verankert, liefern sie Anstoß für die Entwicklung eigener Gedanken aus der Betrachtung heraus? &#8220;Man hat die Fotografie dazu gebracht, ihre Ausrüstung zum Fetisch zu erheben, an oberflächliche Methoden und Konzeptionen zu glauben..[...]&#8221; schrieb Ansel Adams bereits 1943 in seinem Essay &#8220;Ein persönliches Credo&#8221;. Von einer &#8220;Kultur des Visuellen&#8221; sind wir heute tatsächlich weiter entfernt, als uns bewusst ist.</p>
<p>Lächerlich niedrige Bildetats bei Auftraggebern aller Sparten und zunehmende, ignorante Urheberrechtsdebatten signalisieren die Geringschätzung des Visuellen und seiner Autoren. Das Bild, wichtiges Kulturgut an sich, wird kontinuierlich entwertet &#8211; in bemerkenswerter Wechselwirkung zwischen wirtschaftlichen und inhaltlichen Aspekten. Ob Leserreporter, Knipsbilder, Klickstrecken oder Datenbankcontent, alles ähnelt einander, ist austauschbar und oberflächlich, auf erschreckend stereotype Weise. Betrachter konsumieren im flüchtigen Vorübergehen ebenso flüchtige Bilder, deren Qualität einzig in ihrer Vermarktbarkeit und Verkäuflichkeit besteht. Sie sind so schnell gemacht wie wieder gelöscht, vom Speicherchip wie aus dem Gedächtnis desjenigen, der sie gesehen hat. Zur tatsächlichen Wahrnehmung oder gar zur Interpretation fehlt zeitliche Distanz; der nächste visuelle Eindruck wartet schon. Woran erinnern wir uns tatsächlich präzise? An nur wenige Bilder, denn zeitgeschichtliche Ereignisse, Berichterstattung oder Werbung haben eine Gemeinsamkeit: In den allgegenwärtigen Bildern verschwimmen Bedeutung, Aussage und Erinnerungswert zu einem undefinierbaren, diffusen Grundrauschen ohne größeren Erinnerungswert.</p>
<p>Immer perfekter funktionierende Fototechnik trägt zu dieser Entwicklung entscheidend bei. Das technisch gelungene Bild als Zusammenspiel aus Soft- und Hardware ist ebenso beliebig ersetzbar wie seine Infrastruktur. Dabei zeigt die zunehmende Übersetzung von Information in visuelle Elemente, dass individuelle Interpretation, eigenständige Bildsprache und Auseinandersetzung mit Inhalten und Bildwirkung wichtiger denn je wären. Vielfalt, Austausch und Chancen auf visuelle Weiterentwicklung scheitern &#8211; an der schieren Masse verfügbarer Bilder. Deren Beurteilung durch Dritte wird immer öfter zum ausschließlichen Maßstab für visuelle Qualitäten, ob im kommerziellen Umfeld oder in Communities und auf Plattformen. Ihre Überzeugungskraft geht Bildern in diesem Spannungsfeld so sehr verloren wie ihr rein wirtschaftlicher Wert: Wertigkeit und Wert &#8220;zum Anfassen&#8221;, ob in Alben, Archiven oder im Rahmen an der Wand sind auf wenige Ausnahmen reduziert. Die virtuellen Datengebilde sind buchstäblich &#8220;nicht greifbar&#8221;, entwertet durch ihre physikalische wie inhaltliche Flüchtigkeit.</p>
<p>Dazu einige lesenswerte Beiträge und Denkanstöße im Netz:<br />
✩ &#8220;<a href="http://www.huffingtonpost.com/jan-phillips/what-is-creativity-anyway_b_610014.html" target="_blank">What IS Creativity Anyway?</a>&#8221; &#8211; Jan Phillips, The Huffington Post<br />
✩ &#8220;<a href="http://wissen.dradio.de/index.98.de.html?dram:article_id=3111&amp;sid=&amp;random=b7aec1" target="_blank">Fotografie: Zuviele Bilder</a>&#8221; &#8211; DRadio Wissen, Podcast einer Diskussion mit Peter Bitzer (Geschäftsführer der Agentur Laif), Maurice Weiss (Fotograf von Ostkreuz) und Tibor Bogun (Ressortleiter Grafik bei ZEIT Online)<br />
✩ &#8220;<a href="http://www.4communication.de/html/DigitalesBildvergessen.htm" target="_blank">Das digitale Bildvergessen</a>&#8221; &#8211; Beitrag von Prof. Dr. Andreas Schelske zum Symposium der DGPh 2005<br />
✩ &#8220;<a href="http://www.iconicturn.de" target="_blank">Iconic Turn</a>&#8220; - Ein interdisziplinäres Projekt der Hubert Burda Stiftung, das sich der Veränderung von Bild(be)deutung in verschiedenen Wissenschaftsbereichen widmet.<br />
✩ &#8221;<a href="http://culturevisuelle.org/icones/" target="_blank">L&#8217;Atelier des icônes</a>&#8221; &#8211;  Blog von <a href="http://andre.gunthert.fr/index.php/post/bio" target="_blank">André Gunthert</a> (Societé française de la photographie, Gründer des Laboratoire d&#8217;histoire visuelle contemporaine/<a href="http://www.lhivic.org/info/" target="_blank">Lhivic</a>)</p>
<p>Lesetipps offline:<br />
✩ &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518381423/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;tag=heikercom-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518381423" target="_blank">Die helle Kammer &#8211; Bemerkungen zur Photographie</a>&#8221; - <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Barthes" target="_blank">Roland Barthes</a>&#8216; sehr persönliches Werk zur Photographie, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3518381427<br />
✩ &#8220;Fotos für alle &#8211; André Malraux&#8221; &#8211; Essay von Claudia Balmer, erschienen in &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518295373/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;tag=heikercom-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518295373" target="_blank">Ideengeschichte der Bildwissenschaft &#8211; Siebzehn Porträts</a>&#8220;, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3518295373<br />
✩ &#8220;Magie der Technik &#8211; Aby M. Warburg&#8221; &#8211; Essay von Thomas Hensel, erschienen in &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518295373/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;tag=heikercom-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518295373" target="_blank">Ideengeschichte der Bildwissenschaft &#8211; Siebzehn Porträts</a>&#8220;, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3518295373<br />
✩ &#8220;Rhetorik des Bildes&#8221; &#8211; Essay von Roland Barthes zur Semiotik und Sinnhaftigkeit von Bildern, in: &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518113674/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&amp;tag=heikercom-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518113674" target="_blank">Der entgegenkommende und der stumpfe Sinn: Kritische Essays III&#8221;</a>, Edition Suhrkamp, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3518113677<br />
✩ &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/search/ref=as_li_qf_sp_sr_il_tl?ie=UTF8&amp;keywords=das%20kunstwerk%20im%20zeitalter%20seiner%20technischen%20reproduzierbarkeit&amp;tag=heikercom-21&amp;index=aps&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit</a>&#8221; &#8211; Walter Benjamin, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3518068526</p>
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		</item>
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		<title>Boulevard statt Galerie &#8211; photokina 2012 ohne &#8220;Visual Gallery&#8221;</title>
		<link>http://www.heikerost.com/texte/visuelle-kultur/boulevard2012/</link>
		<comments>http://www.heikerost.com/texte/visuelle-kultur/boulevard2012/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 16:17:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Visuelle Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Was haben Jim Rakete, Thomas Höpker und Elliott Erwitt gemeinsam? Ihre Einzelausstellungen gehörten in den vergangenen Jahren zu den attraktivsten Anziehungspunkten der photokina, die der Fachmesse beeindruckende Besucherzahlen, weltweite Resonanz und spannende Diskussionen rund um Fotografie jenseits der Technik bescherte. Bereits seit 1950 holte L. Fritz Gruber, selbst Fotograf und leidenschaftlicher Bildersammler, als einer der Gründer der &#8220;Kölner Photo- und Kinomesse&#8221; immer wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Was haben <a href="http://www.eyed.de/index.php5" target="_blank">Jim Rakete,</a> <a href="http://www.magnumphotos.com/C.aspx?VP=XSpecific_MAG.PhotographerDetail_VPage&amp;l1=0&amp;pid=2K7O3R13ZX4A&amp;nm=Thomas%20Hoep" target="_blank">Thomas Höpker</a> und <a href="http://www.elliotterwitt.com/lang/index.html" target="_blank">Elliott Erwitt</a> gemeinsam? Ihre Einzelausstellungen gehörten in den vergangenen Jahren zu den attraktivsten Anziehungspunkten der photokina, die der Fachmesse beeindruckende Besucherzahlen, weltweite Resonanz und spannende Diskussionen rund um Fotografie jenseits der Technik bescherte. Bereits seit 1950 holte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Gruber" target="_blank">L. Fritz Gruber</a>, selbst Fotograf und leidenschaftlicher Bildersammler, als einer der Gründer der &#8220;Kölner Photo- und Kinomesse&#8221; immer wieder Meister der Fotografie nach Köln; internationale Fotografen, beispielsweise Sebastiao Salgado, aber auch regionale Größen wie Carl Heinz <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chargesheimer" target="_blank">Hargesheimer</a>, dessen Nachlass Gruber 1978 ins Museum Ludwig holte. Viele andere Künstler wurden überhaupt erst durch die photokina einem internationalen Publikum bekannt. Gruber, auch Gründer der <a href="http://www.dgph.de/" target="_blank">Deutschen Gesellschaft für Photographie</a>, etablierte damit einen wichtigen inhaltlichen Teil der Weltfachmesse, der seit 2002 als Visual Gallery Einzelausstellungen der Fotokunst präsentierte.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7156" title="Foto: Koelnmesse /Visual Gallery" src="http://www.heikerost.com/wp-content/uploads/2012/01/visual_gallery.jpg" alt="" width="625" height="245" /></p>
<p>Perspektivwechsel ins Jahr 2012, auf eine Branche in ernsthaften Turbulenzen: Einbrechende Umsätze, ein übersättigter Markt, Folgen der Erdbebenkatastrophe in Japan, Überflutungen in Thailand und dadurch bedingte Produktionsausfälle der Kamerahersteller, alles sind nachvollziehbare Gründe für drastisches Sparen in Köln. Insider der Fotobranche berichteten allerdings schon länger von rückläufigen Ausstellerzahlen und deuteten entsprechende Folgen an. Die Entscheidung, künftig auf das Konzept großer Einzelausstellungen zu verzichten, bleibt dennoch nicht nachvollziehbar und stößt auf geharnischte Kritik: Erste Reaktionen von Ditmar Schädel/DGPh und Martin Schaden hat <a href="http://www.artnet.de/magazine/photokina-2012-ohne-fotokunst/" target="_blank">Damian Zimmermann bei Artnet</a> zusammengefasst. Obwohl der Eintritt zur Visual Gallery kostenlos war, hat die photokina von den hochklassigen Bildpräsentationen profitiert. Sie waren für viele Profifotografen und Liebhaber von Fotokunst eigentlicher Grund, auch das beträchtliche Eintrittsgeld für den Besuch der Fachmesse zu zahlen. Aufgrund exzellenter inhaltlicher Konzeption lockte die Visual Gallery immer wieder innerhalb weniger Tage sechsstellige Besucherzahlen an, Köln und die photokina haben mit diesem Ausstellungsprogramm zum herausragenden Ruf als Pionierstadt der Fotokunst beigetragen.</p>
<p>Ob Hasselblad, Leica mit den regelmäßigen Ausstellungen zum Oscar-Barnack-Preis, Dr.-Erich-von-Salomon-Preis oder die grandiose Präsentation der Fotos von Dennis Hopper 2008: Nachwuchsfotografen, Profis und Fotografie-Liebhaber nutzten die Halle 1 als beliebten Szene-Treffpunkt abseits des Messetrubels. So bewegend wie unvergesslich war Nina Berman 2008 mit ihren <a href="http://www.ninaberman.com/marine-wedding" target="_blank">Porträts der jungen Marines</a>, gezeichnet von schweren Verletzungen aus dem Irak-Krieg. Oder <a href="http://www.bettinaflitner.de/" target="_blank">Bettina Flitner</a>, ebenfalls 2008, mit der Serie &#8220;Frauen mit Visionen &#8211; Europäerinnen&#8221;. Ab 2012 gibt es die Visual Gallery also nicht mehr. Stattdessen nennt sich das übriggebliebene Rumpfkonzept <a href="http://www.photokina.de/de/photokina/diemesse/events_veranstaltungen/bilderausstellungen/index.php" target="_blank">&#8220;Boulevard of Competitions&#8221;</a>, für dessen einzelne Präsentationen ist ein Bewerbungsverfahren vorgesehen.  Bestandteile des Boulevards werden Bildexponate aus internationalen Wettbewerben sein, wie sie bereits in den letzten Jahren gezeigt wurden. Selten waren das wirkliche Glücksgriffe, in ihrer Mehrheit von hochglanzbunter Werbeästhetik und Verwertbarkeit geprägt: leicht konsumierbarer Stoff ohne größeren künstlerischen Anspruch und Gedächtniswert. Ob dieses neue, nicht kuratierte Konzept, noch dazu in den stark frequentierten Verbindungen zwischen den Messehallen, als angemessener Ersatz taugt? Das ist mehr als fraglich: Gerade die intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit Fotografie, Bildsprache und -ästhetik war die herausragende Stärke der &#8220;Visual Gallery&#8221; in Halle 1, zu deren Erfolg auch maßgeblich die <a href="http://www.dgph.de" target="_blank">Deutsche Gesellschaft für Photographie</a> (DGPh) und der <a href="http://www.bff.de/" target="_blank">Bund Freischaffender Fotodesigner</a> (BFF) mit den von ihnen organisierten, hervorragenden Bildschauen beigetragen haben.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7362" title="Foto: Koelnmesse /photokina" src="http://www.heikerost.com/wp-content/uploads/2012/01/photokina.jpg" alt="" width="625" height="245" /></p>
<p>Der Verzicht auf einen ihrer wichtigsten Publikumsmagneten mag für die &#8220;world of imaging&#8221;, wie sich die photokina selbst bezeichnet, wirtschaftlich zunächst sinnvoll erscheinen. Auf der  inhaltlichen Ebene bedeutet diese Entscheidung: Keine intensive Auseinandersetzung mit Fotokunst mehr, auch keine Wieder- oder Neuentdeckungen wie im Fall von Dennis Hopper. Stattdessen &#8220;Fotos to go&#8221;, eine Art visueller Schnellimbiss jenseits allen hohen Anspruchs, mit genau der fotografischen Dutzendware, die ein weitgehend übersättigter Bildermarkt als vermarktungsfähig und -wert erachtet. Die tiefer gehende, auch kontroverse Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie entfällt, stattdessen spielt Technikvermarktung von Pixelboliden bis Großformat-Highenddrucker die alleinige Hauptrolle. Dabei wäre für die Fotobranche eine Beschäftigung mit den Inhalten von Fotografie enorm wichtig; gerade in problematischen Situationen zwischen Kodak-Insolvenz und Umsatzrückgängen, auch zur konzeptionellen Selbstfindung im ausufernden Pixelrennen. Stattdessen wird die kommende photokina zum reinen Techniktummelplatz der &#8220;Pixelpeeper&#8221;. Auch das ist eine Form der Bankrotterklärung.</p>
<p>Fotos: Koelnmesse/visual gallery 2010</p>
<p><strong>Weiterführende Links zum Thema Visual Gallery</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.photokina.de/de/photokina/presse/presseinformationen/index.php?aktion=pfach&amp;p1id=kmpresse_photokina&amp;format=html&amp;base=&amp;tp=k3context&amp;search=&amp;pmid=kmeigen.kmpresse_1320757859&amp;start=0&amp;anzahl=10&amp;channel=kmeigen&amp;language=d&amp;archiv=" target="_blank">&#8220;Boulevard of Competitions präsentiert Bildinstallationen der führenden internationalen Photowettbewerbe&#8221;</a> (8.11.2011, photokina, Pressemitteilung)</li>
<li><a href="http://www.photokina.de/media/de/photokina/downloads_32/pdf_37/photokina_pictures/boulevard_of_competitions_Praesentation_photokina_2012.pdf" target="_blank">Konzept &#8220;Boulevard of Competitions&#8221;</a> (PDF/Download, photokina)</li>
<li><a href="http://www.fotofeinkost.de/visual-gallery-der-photokina-2010/" target="_blank">&#8220;Visual Gallery der photokina 2010&#8243;</a> (Dr. Martina Mettner, Fotofeinkost)</li>
<li><a href="http://www.dasauge.de/aktuell/foto_film/e1199" target="_blank">&#8220;Das Programm der Visual Gallery 2008&#8243;</a> (Das Auge)</li>
<li><a href="http://www.olffappold.com/html/de/facts/2008-visualgallery-photokina-von-katharian-becker-olff-appold" target="_blank">&#8220;Schöne Neue Welten&#8221;</a> - Interview mit Olff Appold/BFF zur Visual Gallery 2008</li>
<li><a href="http://www.bettinaflitner.de/ausstellungen_europaeerinnen.html" target="_blank">&#8220;Frauen mit Visionen &#8211; Europäerinnen&#8221;</a> von Bettina Flitner, Visual Gallery 2008</li>
<li><a href="http://www.ninaberman.com/marine-wedding" target="_blank">&#8220;Purple Heart/Marine Wedding&#8221;</a> &#8211; Nina Berman, Visual Gallery 2008</li>
<li><a href="http://www.laif.de/index.php?14858036793906414760.00001737055819550168201022012191115&amp;ARTICLE=60156" target="_blank">Ausstellungen der Fotografen von laif</a> in der Visual Gallery 2008</li>
<li><a href="http://www.myvideo.de/watch/7624482/Impressionen_von_der_Visual_Gallery_at_photokina_2008" target="_blank">Impressionen von der &#8220;Visual Gallery 2008&#8243;</a> (Video, photokina)</li>
<li><a href="http://www.myvideo.de/watch/7723999/photokina_TV_Ausgabe_3_Visual_Gallery" target="_blank">&#8220;Impressionen von der &#8220;Visual Gallery 2010&#8243;</a> (Video, photokina)</li>
<li><a href="http://www.artnet.de/magazine/photokina-2012-ohne-fotokunst/" target="_blank">&#8220;Photokina ohne Fotokunst: Von der Galerie zum Boulevard&#8221;</a> (Damian Zimmermann bei artnet, 19.1.2012)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Photokina-Absage-an-Kunstschau-Visual-Gallery-empoert-Fotogemeinde-1426714.html" target="_blank">&#8220;Photokina: Absage an Kunstschau &#8220;Visual Gallery&#8221;</a> empört Fotogemeinde&#8221; (heise)</li>
<li><a href="http://www.welt.de/regionales/koeln/article13846386/Photokina-schliesst-die-Visual-Gallery.html" target="_blank">&#8220;Photokina schließt die Visual Gallery&#8221;</a> (welt online, 1.2.2012)</li>
<li><a href="http://forum.photo-gera.de/thread.php?threadid=3443&amp;sid=f0d0a7607138fd409cb4ea89200f5c60" target="_blank">Diskussion im Photo Forum Gera</a> zum Thema</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Fundstück (107) &#8211; Wortwahl im Alltag</title>
		<link>http://www.heikerost.com/texte/wahnwitz/wortwahlalltag/</link>
		<comments>http://www.heikerost.com/texte/wahnwitz/wortwahlalltag/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 12:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Visuelle Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn+Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Die Maschinengewehr-Einstellung zur Fotografie, d.i. die Hoffnung, dass unter vielen Bildern ein gutes sich finden wird, hat fatale Auswirkungen auf die Fotografie. [...] Einfühlsames Interpretieren entsteht selten aus der Haltung, die auf Beute aus ist. Die gebräuchliche Redeweise &#8216;ein Bild nehmen&#8217; (taking a picture) ist mehr als eine Floskel; sie steht für Ausbeutung. &#8216;Ein Bild [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>&#8220;Die Maschinengewehr-Einstellung zur Fotografie, d.i. die Hoffnung, dass unter vielen Bildern ein gutes sich finden wird, hat fatale Auswirkungen auf die Fotografie. [...] Einfühlsames Interpretieren entsteht selten aus der Haltung, die auf Beute aus ist. Die gebräuchliche Redeweise &#8216;ein Bild nehmen&#8217; (taking a picture) ist mehr als eine Floskel; sie steht für Ausbeutung. &#8216;Ein Bild machen&#8217; hat eine kreative Note, die für Ausdruckskunst unabdingbar ist.&#8221; (Ansel Adams, 1943, &#8220;Ein persönliches Credo&#8221;)</p>
<p>&#8230; gewidmet all jenen, die Fotos von Menschen &#8220;shooten&#8221;.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Von wegen farblos &#8211; Schwarzweiß!</title>
		<link>http://www.heikerost.com/texte/medien/farblos/</link>
		<comments>http://www.heikerost.com/texte/medien/farblos/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 23:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Visuelle Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[“Everything from portraits to landscapes can be more powerful when they’re black-and-white photos. Once you know how to recognize tonal contrast, texture, shapes, and patterns, your monotone images will be anything but monotonous.” (John Batdorff) Aus stilistischen Gründen, als Konzentrationsübung oder Mittel der ästhetischen Überhöhung von Fotografie, viele Fotografen von Ansel Adams und Yousuf Karsh über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>“Everything from portraits to landscapes can be more powerful when they’re black-and-white photos. Once you know how to recognize tonal contrast, texture, shapes, and patterns, your monotone images will be anything but monotonous.”</strong> (John Batdorff)</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7138" title="Foto: HeikeRost.com - Alle Rechte vorbehalten" src="http://www.heikerost.com/wp-content/uploads/2012/01/landscape.jpg" alt="" width="625" height="513" /></p>
<p>Aus stilistischen Gründen, als Konzentrationsübung oder Mittel der ästhetischen Überhöhung von Fotografie, viele Fotografen von Ansel Adams und Yousuf Karsh über Henri Cartier-Bresson bis Peter Turnley haben die Schwarzweißfotografie bevorzugt. Gerade im geschwätzig bunten Pixelsammelsurium sind die ruhigen, farbenfreien und dadurch stillen Bilder beliebt wie nie: Ausstellungen sind ein Renner, Galerien freuen sich über reges Besucherinteresse, Bildbände großer Fotografen und Bücher über die handwerklichen Grundlagen des farbfreien Fotografierens verkaufen sich bestens. Auf Flickr, Picasa und Instagram finden sich zunehmend Schwarzweißfotos, darunter bemerkenswerte Arbeiten wie die spannenden iPhone-Fotos von <a href="http://instagrid.me/koci/" target="_blank">Koci alias Richard Hernandez</a> oder <a href="http://instagrid.me/konstruktivist/" target="_blank">Konstruktivist alias Dan Cristea</a>.</p>
<p>Die &#8220;farblose&#8221;, ganz und gar nicht monotone Welt ist dabei eine ganz eigene Angelegenheit: Schwarzweißfotografie setzt ebenso spezielles fotografisches Sehen wie auch gestalterisches und handwerkliches Können voraus; Abstufungen von Farbwerten und -helligkeiten wahrzunehmen, sie in ein überzeugend komponiertes Bild umzusetzen, braucht viel Übung. Mancher Fotograf sieht und denkt ausschließlich in Farbe, bleibt darauf beschränkt, alles andere ist eine Art visueller Parallelgalaxie. Für Fotografen, die an ihrer Bildgestaltung, ihrer Sichtweise und der Konzentration auf Bildaussagen arbeiten möchten, ist die versuchsweise Umwandlung von Farb- in Schwarzweißbilder dennoch empfehlenswert. Die fotografische Fingerübung der Reduzierung um alle ablenkende Farbe, offenbart gnadenlos und in schmerzhafter Deutlichkeit die vorhandene Schwächen von Gestaltung, Aussage und Lichtführung in Fotos.</p>
<p>Ansel Adams beschrieb 1967 den &#8220;unauflöslichen Konflikt&#8221; zwischen der Farbtreue von Farbfilmen und der subjektiven Reaktion des Betrachters auf Farbigkeit. Besser als &#8220;in der läppischen Realität&#8221; könne er Farbabstufungen in einem sorgfältig durchkomponierten und ausgearbeiteten Schwarzweißbild erkennen: &#8220;In keinem anderen grafischen Medium kann Farbe so ärgerlich sein wie beispielsweise in der Interpretation einer Landschaft.&#8221; Eine große Rolle spielt dabei die emotionale, äußerst subjektive Wahrnehmung von Farbigkeit. Gelb beispielsweise wird ebenso mit negativen Eigenschaften (Neid) wie mit Wärme und Heiterkeit (Sonne) assoziiert. Die Ausprägung des Farbtons zwischen &#8220;kühl&#8221; und grünstichig oder &#8220;warm&#8221; und rotstichig ist für die Interpretation ebenso ausschlaggebend wie individuelles Farbempfinden, das sich aufgrund unterschiedlicher Empfindlichkeit der Netzhaut von Mensch zu Mensch unterscheidet. Auch im historischen Kontext können Farben negativ besetzt sein: Gelb als Kennzeichnungsfarbe für Huren im Mittelalter, als Judenstern im Dritten Reich. Ein Verzicht auf Farbe bedeutet also auch eine Reduzierung um eine irritierende, äußerst ambivalente Interpretationsebene.</p>
<p>Dass nicht nur die Reduktion auf Schwarzweiß, sondern auch die umgekehrte Ergänzung zur Farbigkeit überraschende Wirkung entfalten kann, zeigen die Arbeiten der schwedischen Grafikerin Sanna Dullaway: Sie restauriert und koloriert historische Fotos. Ob <a href="http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2012/01/18/article-2088503-0F8431AC00000578-360_964x607.jpg" target="_blank">Alfred Eisenstädts berühmtes Foto vom Times Square</a>, Eddie Adams&#8217; Bild der <a href="http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2012/01/18/article-2088503-0F84324300000578-893_964x1389.jpg" target="_blank">Exekution eines gefangenen Vietcong</a> oder Dorothea Langes Porträt der <a href="http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2012/01/18/article-2088503-0F84325B00000578-299_964x624.jpg" target="_blank">&#8220;Migrant Mother&#8221;</a>, aus weltbekannten &#8220;Ikonen der Fotografie&#8221; in Schwarzweiß entstehen am Rechner überarbeitete Bilder, die durch ihre Farbigkeit dem Betrachter fremd werden. Ob Winston Churchill, Albert Einstein, Abraham Lincoln oder Anne Frank: Durch die &#8220;Übersetzung&#8221; in naturalistisch anmutende Farbtöne verlieren die Porträts an Konzentration, erzählerischer Dichte und Überzeugungskraft. Die rekonstruierten Bilder historischer Ereignisse und Personen suggerieren dem Betrachter Realitätsnähe und täuschen Echtheit vor. Ihre rechnergenerierte Buntheit macht sie jedoch beliebig und austauschbar.</p>
<p><strong> Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.dailymail.co.uk/news/article-2088611/Swedish-artist-Sanna-Dullaway-injected-colour-host-historic-photographs.html" target="_blank">&#8220;Painstaking touch-up of world&#8217;s most famous black and white pictures&#8221;</a> (Daily Mail/Mail Online, 19.01.2012)</li>
<li><a href="http://www.detailverliebt.de/historische-beruhmte-schwarz-weis-fotos-in-farbe-von-sanna-dullaway/" target="_blank">&#8220;Historische und berühmte Schwarzweißfotos in Farbe von Sanna Dullaway&#8221;</a> (Detailverliebt, 20.01.2012)</li>
<li><a href="http://forrifarg.se/?lang=en" target="_blank">Website von Sanna Dullaway</a></li>
<li><a href="https://www.facebook.com/pages/F%C3%B6rr-i-F%C3%A4rg-Past-In-Color/116785208426507" target="_blank">Sanna Dullaway bei Facebook</a></li>
<li><a href="&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/3518375709/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=heikercom-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3518375709&quot;&gt;Langsame Heimkehr: Die Lehre der Sainte-Victoire: BD 2 (suhrkamp taschenbuch)&lt;/a&gt;&lt;img src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=heikercom-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3518375709&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;border:none !important; margin:0px !important;&quot; /&gt; " target="_blank">&#8220;Langsame Heimkehr &#8211; Die Lehre der Sainte-Victoire&#8221;</a>, Peter Handke, suhrkamp taschenbuch</li>
<li><a href="&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/0316056413/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=heikercom-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0316056413&quot;&gt;Ansel Adams in Color&lt;/a&gt;&lt;img src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=heikercom-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0316056413&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;border:none !important; margin:0px !important;&quot; /&gt;" target="_blank">&#8220;Ansel Adams in Color&#8221;</a> - Eine Zusammenstellung der Farbfotos von Ansel Adams</li>
<li><a href="&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/product/0500541116/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=heikercom-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0500541116&quot;&gt;Ansel Adams: An Autobiography&lt;/a&gt;&lt;img src=&quot;http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=heikercom-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0500541116&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;border:none !important; margin:0px !important;&quot; /&gt;" target="_blank">&#8220;Ansel Adams &#8211; An Autobiography&#8221;</a> (englische Ausgabe, Hersg. Mary Street Alinder)</li>
</ul>
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		<title>Notizen: Senf, nichts als Senf!</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 07:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Visuelle Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn+Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn dieser Job gut läuft, könnte das der Anfang einer lukrativen Zusammenarbeit sein!&#8221; Geäußert im Rahmen einer mündlichen Anfrage, mit der &#8220;Bitte&#8221; um &#8220;kostenfreie&#8221; Tätigkeit und dem Hinweis auf nicht vorhandene Etats für &#8220;ein paar Bilder&#8221;. &#8220;Unser Mitarbeiter XYZ hat auch eine Digitalkamera und kann die Bilder machen, falls Sie das nicht möchten.&#8221; Zitiert aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>&#8220;Wenn dieser Job gut läuft, könnte das der Anfang einer lukrativen Zusammenarbeit sein!&#8221;</strong> Geäußert im Rahmen einer mündlichen Anfrage, mit der &#8220;Bitte&#8221; um &#8220;kostenfreie&#8221; Tätigkeit und dem Hinweis auf nicht vorhandene Etats für &#8220;ein paar Bilder&#8221;.</p>
<p><strong>&#8220;Unser Mitarbeiter XYZ hat auch eine Digitalkamera und kann die Bilder machen, falls Sie das nicht möchten.&#8221;</strong> Zitiert aus einer Verhandlung über das Verhältnis zwischen Arbeitszeit und Honorar.</p>
<p><strong>&#8220;Wenn Sie für uns nicht ohne Honorar arbeiten wollen, kennen wir eine Reihe von Photographen, die das machen &#8211; schließlich würden wir ja Ihr Logo unter unseren Sponsoren einreihen. Ist doch prima kostenlose Werbung für Sie.&#8221;</strong> Geäußert am Rande einer Veranstaltung.</p>
<p><strong>&#8220;Wir können ja auch Bilder aus dem Internet herunterladen, da gibt&#8217;s doch genug kostenloses Zeug.&#8221;</strong> Im Rahmen einer Debatte um Nutzungsrechte und davon abhängiges Honorar.</p>
<p><strong>&#8220;Wieso wollen Sie für die Veröffentlichung noch ein Honorar? Das ist doch schon mal bezahlt!&#8221;</strong> Antwort auf den höflichen Hinweis, dass die Nutzung eines Fotos nur für einen Auftraggeber und Veröffentlichungszweck freigegeben ist &#8211; aber nicht für Dritte, die mit dem ursprünglichen Auftrag in keinerlei Zusammenhang stehen.</p>
<p><strong>&#8220;Was? Das kostet Geld? Aber Sie haben das Bild doch im Netz stehen!&#8221;</strong> Antwort auf einen ebenfalls höflichen Hinweis auf ein ohne Zustimmung oder gar Rückfrage kopiertes und in kommerziellem Zusammenhang genutztes Bild.</p>
<p>Wundersame Wortakrobatik aus dem beruflichen Alltag:  Das sind keine angemessenen &#8221;Geschäftsvorschläge&#8221; für Kreative aller Sparten, sondern &#8220;<strong>Geschäfte&#8221; zu überaus miesen Konditionen</strong>.</p>
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		<title>Handgemachte Bilddesaster (2) &#8211; Drama in drei Akten</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 21:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Visuelle Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Prolog: Drei junge Damen lassen sich von einem befreundeten Fotografen ablichten. Das Geschäftsmodell nennt sich TFP (Time for Prints); die hoffnungsvollen Jungmodelle stellen ihre Zeit dem Fotografen zur Verfügung, seine Gegenleistung sind Abzüge oder ein Datenträger mit den Bilddaten. TFP/TFCD wird von Amateuren und Profis genutzt, die gerne mit Ausrüstung, Technik und Ideen experimentieren möchten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div id="attachment_6912" class="wp-caption alignnone" style="width: 625px">
	<img class="size-full wp-image-6912" title="finds01" src="http://www.heikerost.com/wp-content/uploads/2012/01/finds01.jpg" alt="" width="625" height="398" />
	<p class="wp-caption-text">Galatea-Brunnen, Wiesbaden - 2011</p>
</div>
<p><strong>Prolog:</strong> Drei junge Damen lassen sich von einem befreundeten Fotografen ablichten. Das Geschäftsmodell nennt sich TFP (Time for Prints); die hoffnungsvollen Jungmodelle stellen ihre Zeit dem Fotografen zur Verfügung, seine Gegenleistung sind Abzüge oder ein Datenträger mit den Bilddaten. TFP/TFCD wird von Amateuren und Profis genutzt, die gerne mit Ausrüstung, Technik und Ideen experimentieren möchten. Unter Mitwirkung aller Beteiligten kann das gründlich und bitterböse schiefgehen.</p>
<p><strong>Erster Akt:</strong> Man trifft sich, macht Fotos, die Stimmung ist dank reichlich Prosecco schnell heiter und entspannt. &#8220;Schaut mal lasziv&#8230;&#8221; fordert der Fotograf die Modeltalente auf. Die Kleidungsstücke werden luftiger und weniger, die Posen freizügiger, die gelieferten Bilder freuen die jungen Damen. Dass der Fotograf die Fotos in großer Auflösung auf einer Internetplattform einstellt, auf der sich jede Menge Hobbylichtbildner tummeln, die das Modell &#8220;TFP/TFCD&#8221; anbieten und &#8211; wie der wohlklingende Name der Site &#8211; eine mögliche Modelkarriere suggerieren, war zwar nicht vereinbart, wird aber in Kauf genommen. Aus der Registrierungspflicht (für die eine Mailadresse und ein fiktiver Name ausreichen), schließen die Hobbymodels: &#8220;Das sehen ja sowieso nur ganz wenige!&#8221;</p>
<p><strong>Zweiter Akt:</strong> Der Fotograf übt sich in großzügiger Bildbearbeitung. Oberweiten werden per Photoshop aufgefüllt, Lippen zum üppigen Schmollmund retuschiert, digitales Makeup nachgelegt. Viel Haut, laszive Mienen junger Frauen und ein Arbeitstitel &#8220;Naughty girls gone wild&#8221; schaffen anzüglich-billige Softporno-Ästhetik. Das komplette Werk wird auf Facebook hochgeladen. Öffentlich sichtbar und ohne vorher die Zustimmung des munteren Damentrios einzuholen. Die drei Jungmodels werden von einem Bekannten auf die umfangreichen Fotoalben mit schlüpfrigen Titeln aufmerksam gemacht, sind hellauf entsetzt und fordern den Fotografen schriftlich auf, die kompromittierenden Bilder umgehend zu entfernen.</p>
<p><strong>Dritter Akt:</strong> Der Fotograf antwortet &#8211; mit so bemerkenswerten wie falschen Argumenten. Man habe einen stillschweigenden Vertrag, er sei der Urheber der Bilder und daher grundsätzlich berechtigt, mit den Bildern zu tun und zu lassen, was immer ihm einfiele. Darüber hinaus habe er die Bilder mit seinem Namen gekennzeichnet, so dass eine unrechtmäßige Verwendung durch Dritte nicht möglich (sic!) und darüber hinaus strafbar sei. Die drei jungen Damen sollten sich doch bitte direkt an seine Anwältin wenden, die ihn in urheberrechtlichen Fragen vertritt.</p>
<p><strong>Finale:</strong> Das Modeltrio, derzeit generell schlecht auf Fotografen zu sprechen, hat seinerseits eine Anwältin beauftragt &#8211; wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten. Der Fotograf hat jetzt ein ernsthaftes Problem, das ziemlich teuer werden könnte: Gerichte sind in Fragen verletzter Persönlichkeitsrechte (Bildveröffentlichungen, die durch die abgebildete Person nicht erlaubt wurden) mittlerweile humorfrei. Mit Urheberrecht hat diese ganze Angelegenheit übrigens überhaupt nichts zu tun.</p>
<p><strong>Mein Rat:</strong> Das Modell TFP/TFCD (&#8220;Time for Prints&#8221; bzw. &#8220;Time for CD&#8221;) ist durchaus legitim. Klären Sie als Porträtierte(r) im Zweifelsfall bereits <strong>vor Terminvereinbarung</strong> mit dem Fotografen alle Modalitäten der Bildnutzung! Seriöse Fotografen bieten das von sich aus an. Auch eine Verwendung der Bilder zur Eigenwerbung des Fotografen, beispielsweise im Internet oder in einer Broschüre, bedarf der Zustimmung der abgebildeten Person! Darüber hinaus bedingt die Erlaubnis zur Veröffentlichung in Referenzen nicht automatisch das Recht zur Verwendung auf jeder beliebigen Internetseite. Das muss explizit vereinbart werden. Hilfreich dafür sind sogenannte Modelreleases: Diese Verträge sind über viele Berufsverbände erhältlich und regeln den Umgang mit den erstellten Fotos für beide Vertragsparteien in rechtssicherer Form.</p>
<p><strong>Der geschilderte Fall ist fiktiv, basiert jedoch auf mehreren ähnlichen, realen Einzelfällen.</strong></p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Time_for_prints_(Fotografie)" target="_blank">&#8220;TFP/TFCD &#8211; Definition&#8221;</a> (Wikipedia &#8211; mit zusätzlichen Links zu Artikeln über dieses Thema)</li>
<li><a href="http://www.rechtambild.de/2010/03/das-recht-am-eigenen-bild/" target="_blank">&#8220;Das Recht am eigenen Bild&#8221;</a> (<a href="http://www.rechtambild.de" target="_blank">Recht am Bild</a> über §22 und §23 Kunsturheberrechtsgesetz, das die Persönlichkeitsrechte abgebildeter Personen regelt)</li>
<li><a href="http://www.rechtambild.de/2011/07/lg-hamburg-keine-einwilligung-in-bildveroffentlichung-bei-typverandernder-nachkolorierung/" target="_blank">&#8220;Keine Einwilligung in Bildveröffentlichung bei typverändernder Nachkolorierung&#8221;</a> (Urteil des LG Hamburg)</li>
<li><a href="http://www.rechtambild.de/2011/06/lg-memmingen-5000-euro-fur-die-unerlaubte-nutzung-eines-bildes-im-internet/" target="_blank">&#8220;5000 € Streitwert für die unerlaubte Nutzung eines Bildes im Internet&#8221;</a> (Urteil des LG Memmingen)</li>
<li><a href="http://www.rechtambild.de/2011/05/spindsaufen-schweineleber-stromschlage-fotoveroffentlichung-mit-diesem-untertitel-verletzt-personlichkeitsrecht/" target="_blank">&#8220;Spindsaufen, Schweineleber &#8230;&#8221;</a> (Wie Bilduntertitel zu Persönlichkeitsrechtsverletzungen werden &#8211; LG München)</li>
<li><a href="http://www.fotografr.de/7776/muster-modelvertrag-model-release/" target="_blank">&#8220;Muster &#8211; Modelvertrag, Modelrelease&#8221;</a> (Michael Omori Kirchner, Fotograf und Betreiber des Online-Magazins <a href="http://www.fotografr.de" target="_blank">Fotografr</a>, bietet eine Zusammenstellung nützlicher Links zum Thema an)</li>
<li><a href="Exzellente Zusammenstellung, zur Lektüre empfohlen: http://www.rechtambild.de/2012/01/mein-bild-in-fremden-handen-was-kann-ich-tun/" target="_blank">&#8220;Mein Bild in fremden Händen &#8211; was kann ich tun?&#8221;</a> (Exzellente Zusammenstellung auch zu diesem Thema &#8211; bei Recht am Bild, 20.1.2012)</li>
</ul>
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