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	<title>HeikeRost.com &#187; Wahn+Witz</title>
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		<title>Liebe Paula Almquist&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 13:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn+Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; manches liegt ein wenig länger in der Ablage. Mit ein paar Tagen Abstand und erneuter Lektüre: Ihr Beitrag ist so überflüssig wie ärgerlich. Und nervt. Vor allem, weil er Single-Frauen generell als nicht überlebensfähige, hirn- und hilflose berechnende Wesen abqualifiziert. Doppelt ärgerlich allerdings, dass ausgerechnet das Süddeutsche Magazin sich nicht entblödet, diese merkwürdige und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>&#8230; manches liegt ein wenig länger in der Ablage. Mit ein paar Tagen Abstand und erneuter Lektüre: Ihr Beitrag ist so überflüssig wie ärgerlich. <strong>Und nervt.</strong> Vor allem, weil er Single-Frauen generell als nicht überlebensfähige, hirn- und hilflose berechnende Wesen abqualifiziert. Doppelt ärgerlich allerdings, dass ausgerechnet das Süddeutsche Magazin sich nicht entblödet, diese merkwürdige und ziemlich überholte Ansammlung aller Vorurteile aus der reaktionären Mottenkiste zu verbreiten.</p>
<p>Konstruktiver Rat unter Kolleginnen: Überdenken Sie die Wahl Ihrer Freundinnen. Üben Sie gelegentlich die höfliche Benutzung des Wortes &#8220;nein&#8221;. Und schauen Sie sich im realen Leben um. Dort gibt es genügend Single-Frauen, die weder Junggesellen jagender Partyschreck sind noch für Ehedramen qua &#8220;Ehemann-Ausleihe&#8221; sorgen. Sie sind durchaus in der Lage, für sich selbst zu sorgen oder mit Schlagbohrer, Stichsäge, Starthilfekabel und widerspenstigen Computern umzugehen. Sie halten Prosecco für eine überschätzte Sprudelbrause, besitzen wohlsortierte Werkzeugkisten, lieben Baumärkte, schrauben ihre Möbel selbst zusammen und können verstopfte Wasserabflüsse reparieren. Ohne Sorge um Fingernägel und Frisur, ohne Unfälle &#8211; und falls die handwerklichen Erfordernisse eigenes Können übersteigen, bezahlen die Damen kurzerhand einen Profi.</p>
<p>&#8220;<a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36881" target="_blank">Untragbar: Klavier schleppen, heimwerken, Computerprobleme lösen &#8211; nichts leihen sich Singlefrauen so gerne aus wie die Ehemänner ihrer Freundinnen. Ehrlich gesagt: Das nervt.</a>&#8221; Paula Almquist im Süddeutsche Magazin, Ausgabe 03/2012</p>
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		<title>Fundstück (107) &#8211; Wortwahl im Alltag</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 12:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Visuelle Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die Maschinengewehr-Einstellung zur Fotografie, d.i. die Hoffnung, dass unter vielen Bildern ein gutes sich finden wird, hat fatale Auswirkungen auf die Fotografie. [...] Einfühlsames Interpretieren entsteht selten aus der Haltung, die auf Beute aus ist. Die gebräuchliche Redeweise &#8216;ein Bild nehmen&#8217; (taking a picture) ist mehr als eine Floskel; sie steht für Ausbeutung. &#8216;Ein Bild [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>&#8220;Die Maschinengewehr-Einstellung zur Fotografie, d.i. die Hoffnung, dass unter vielen Bildern ein gutes sich finden wird, hat fatale Auswirkungen auf die Fotografie. [...] Einfühlsames Interpretieren entsteht selten aus der Haltung, die auf Beute aus ist. Die gebräuchliche Redeweise &#8216;ein Bild nehmen&#8217; (taking a picture) ist mehr als eine Floskel; sie steht für Ausbeutung. &#8216;Ein Bild machen&#8217; hat eine kreative Note, die für Ausdruckskunst unabdingbar ist.&#8221; (Ansel Adams, 1943, &#8220;Ein persönliches Credo&#8221;)</p>
<p>&#8230; gewidmet all jenen, die Fotos von Menschen &#8220;shooten&#8221;.</p>
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		<title>Notizen: Senf, nichts als Senf!</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 07:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Visuelle Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn+Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn dieser Job gut läuft, könnte das der Anfang einer lukrativen Zusammenarbeit sein!&#8221; Geäußert im Rahmen einer mündlichen Anfrage, mit der &#8220;Bitte&#8221; um &#8220;kostenfreie&#8221; Tätigkeit und dem Hinweis auf nicht vorhandene Etats für &#8220;ein paar Bilder&#8221;. &#8220;Unser Mitarbeiter XYZ hat auch eine Digitalkamera und kann die Bilder machen, falls Sie das nicht möchten.&#8221; Zitiert aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>&#8220;Wenn dieser Job gut läuft, könnte das der Anfang einer lukrativen Zusammenarbeit sein!&#8221;</strong> Geäußert im Rahmen einer mündlichen Anfrage, mit der &#8220;Bitte&#8221; um &#8220;kostenfreie&#8221; Tätigkeit und dem Hinweis auf nicht vorhandene Etats für &#8220;ein paar Bilder&#8221;.</p>
<p><strong>&#8220;Unser Mitarbeiter XYZ hat auch eine Digitalkamera und kann die Bilder machen, falls Sie das nicht möchten.&#8221;</strong> Zitiert aus einer Verhandlung über das Verhältnis zwischen Arbeitszeit und Honorar.</p>
<p><strong>&#8220;Wenn Sie für uns nicht ohne Honorar arbeiten wollen, kennen wir eine Reihe von Photographen, die das machen &#8211; schließlich würden wir ja Ihr Logo unter unseren Sponsoren einreihen. Ist doch prima kostenlose Werbung für Sie.&#8221;</strong> Geäußert am Rande einer Veranstaltung.</p>
<p><strong>&#8220;Wir können ja auch Bilder aus dem Internet herunterladen, da gibt&#8217;s doch genug kostenloses Zeug.&#8221;</strong> Im Rahmen einer Debatte um Nutzungsrechte und davon abhängiges Honorar.</p>
<p><strong>&#8220;Wieso wollen Sie für die Veröffentlichung noch ein Honorar? Das ist doch schon mal bezahlt!&#8221;</strong> Antwort auf den höflichen Hinweis, dass die Nutzung eines Fotos nur für einen Auftraggeber und Veröffentlichungszweck freigegeben ist &#8211; aber nicht für Dritte, die mit dem ursprünglichen Auftrag in keinerlei Zusammenhang stehen.</p>
<p><strong>&#8220;Was? Das kostet Geld? Aber Sie haben das Bild doch im Netz stehen!&#8221;</strong> Antwort auf einen ebenfalls höflichen Hinweis auf ein ohne Zustimmung oder gar Rückfrage kopiertes und in kommerziellem Zusammenhang genutztes Bild.</p>
<p>Wundersame Wortakrobatik aus dem beruflichen Alltag:  Das sind keine angemessenen &#8221;Geschäftsvorschläge&#8221; für Kreative aller Sparten, sondern &#8220;<strong>Geschäfte&#8221; zu überaus miesen Konditionen</strong>.</p>
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		<title>Fundstücke (103) &#8211; Flaschenorte</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 06:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Momente]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn+Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wer nur vier oder fünf Flaschen Wein im Keller hat, hat relativ wenig, wer aber vier oder fünf Flaschen im Kabinett hat, hat relativ viel.“ (Willy Brandt)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>„Wer nur vier oder fünf Flaschen Wein im Keller hat, hat relativ wenig, wer aber vier oder fünf Flaschen im Kabinett hat, hat relativ viel.“ (Willy Brandt)</p>
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		<title>Notes from abroad: Scenes from a Marriage</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 00:05:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Momente]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn+Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=CzFHRdnsH0A[/youtube]Remembering a couple&#8217;s discussion at a downtown parking lot. She, fifty-something, with a more and more shrill voice, complaining about whatever. He, around his sixties, very calm, almost stoic, perhaps phlegmatic to the bones. Slowly both are walking from the parked car towards the city. From time to time he is giving an answer to [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=CzFHRdnsH0A[/youtube]Remembering a couple&#8217;s discussion at a downtown parking lot. She, fifty-something, with a more and more shrill voice, complaining about whatever. He, around his sixties, very calm, almost stoic, perhaps phlegmatic to the bones. Slowly both are walking from the parked car towards the city. From time to time he is giving an answer to her tirade &#8211; with a little grunt, somewhere between bugged and bored. With a tremendous outburst she disrupts her constant nagging.</p>
<p>Short silence. Then his voice sounds clearly through the sudden silence: &#8220;Well &#8230;&#8221; (While imagining the situation, please add a slight attitude of resigned humor in his face &#8211; and an undertone of &#8220;I&#8217;ll kill her. Tomorrow I&#8217;ll kill her.&#8221; Scenes from a marriage, somewhere between Al Bundy, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=c-EgsHyPUXM" target="_blank">Frank Sinatra</a> and Ingmar Bergman.</p>
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		<title>Notizen zwischendrin: Sprachcharme</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 10:27:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Momente]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn+Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[Unübertroffen sind Bildhaftigkeit und Eleganz der französischen Sprache. Lesend darüber gestolpert, eröffnet das wunderbare Wort &#8220;soutien-gorge&#8221; unvermutet überraschendes Kopfkino; zwischen charmanten und eher schrägen Gedanken schleicht sich ein Schmunzeln auf Zehenspitzen durch die Gehirnwindungen und ins Gesicht. Auf Amüsement folgt prompte Erkenntnis: Die hübsche Vokabel, die semipoetisch die Funktion des Kleidungsstücks beschreibt, ist mittels Verkürzung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Unübertroffen sind Bildhaftigkeit und Eleganz der französischen Sprache. Lesend darüber gestolpert, eröffnet das wunderbare Wort &#8220;soutien-gorge&#8221; unvermutet überraschendes Kopfkino; zwischen charmanten und eher schrägen Gedanken schleicht sich ein Schmunzeln auf Zehenspitzen durch die Gehirnwindungen und ins Gesicht.</p>
<p>Auf Amüsement folgt prompte Erkenntnis: Die hübsche Vokabel, die semipoetisch die Funktion des Kleidungsstücks beschreibt, ist mittels Verkürzung auf die schnöden zwei Buchstaben &#8220;BH&#8221; nur höchst unzureichend zu übersetzen. Honi soit qui mal y pense. ;-)</p>
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		<title>Urheberrecht à la Kauder</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 08:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn+Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Vorher fragen spart hinterher Ärger!&#8221; Eine banale, ganz unzweinullige Feststellung angesichts der jüngsten Urheberrechtspannen der Herren Edathy und Kauder: Der eine, auch als &#8220;Pöbel-Basti&#8221; tituliert, vergreift sich bei Kritik direkt im Ton und zitiert Götz von Berlichingen. Der andere, ein Befürworter von Netzsperren im Fall von Urheberrechtsverletzungen, fabuliert nach Kritik an seiner Website von &#8220;Urheberrechten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>&#8220;Vorher fragen spart hinterher Ärger!&#8221; Eine banale, ganz unzweinullige Feststellung angesichts der jüngsten Urheberrechtspannen der Herren Edathy und Kauder: Der eine, auch als &#8220;Pöbel-Basti&#8221; tituliert, vergreift sich bei <a href="http://www.journalist.de/aktuelles/meldungen/sebastian-edathy-engleisungen-auf-facebook-sie-koennen-mich-mal-kreuzweise.html" target="_blank">Kritik direkt im Ton</a> und zitiert Götz von Berlichingen. Der andere, ein <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-09/kauder-three-strikes-netzsperre" target="_blank">Befürworter von Netzsperren</a> im Fall von Urheberrechtsverletzungen, fabuliert nach <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/CDU-Rechtspolitiker-Kauder-mit-kleinem-Urheberrechtsproblem-1351923.html" target="_blank">Kritik an seiner Website</a> von &#8220;<a href="http://netzpolitik.org/wp-upload/29.09.-Stellungnahme-S.-Kauder.pdf" target="_blank">Urheberrechten, die mittlerweile ihm zustehen</a>&#8220;. Beiden gemeinsam: Die Herren Edathy und Kauder, die neben erstaunlicher Rechtsauffassung auch mangelnde Einsicht und gründlich fehlende Sachkenntnis offenbaren, sind Mitglieder im <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a06/index.jsp" target="_blank">Rechtsausschuss des Deutschen Bundestag</a>, Siegfried Kauder gar als Vorsitzender.</p>
<p>Freundlich umschrieben sind beide Fälle so blamabel wie peinlich. Denn Siegfried Kauder alias &#8220;Netzsperren-Siggi&#8221; kennt &#8211; nachzulesen in seiner Stellungnahme &#8211; noch nicht einmal den Unterschied zwischen einem nicht übertragbaren, personengebundenen Urheberrecht und übertragbaren Nutzungsrechten. Bei soviel blankem Unverstand möchten die Herren sinnvoll und fundiert eine sinnvolle Urheberrechtsreform (&#8220;3. Korb&#8221;) auf den Weg bringen? Man darf ja mal fragen&#8230;. Und möchte den Herrschaften, die sich in Sachen Urheberrecht verhalten wie die sprichwörtlichen Elefanten im Porzellanladen, am liebsten das <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html" target="_blank">dazugehörige Gesetz</a> um die Ohren schlagen.</p>
<p>Überhaupt ist der Diskurs um das Urheberrecht aus Sicht eines Urhebers in weiten Teilen ärgerlich. Die Rechtsschleife &#8220;Schöpfungstiefe&#8221; zur Einordnung von Werken und deren urheberrechtlichem Schutz ist eine hübsche Juristenspielerei; gesetzliche Vorgaben wie z.B. die <a href="http://dejure.org/gesetze/UrhG/36.html" target="_blank">Vereinbarung gemeinsamer Vergütungsregeln</a> gemäß §36 UrhG laufen seit Jahren ins Leere. Langjährige Verhandlungsrunden mit mühsam erzielten Ergebnissen, die flächendeckend ignoriert werden &#8211; oder  gleich gar keine Einigung; . schlimmstenfalls Allgemeine Geschäftsbedingungen, die von Urheberverbänden via Verbandsklage reihenweise vor Gericht gekippt werden. Geltendes Recht, das auf dem Respekt vor immateriellen Gütern basiert und das wirtschaftliche Überleben von Urhebern sichern soll, wird damit schlicht gebrochen. Dabei werden in Berichten wie dem der <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/070/1607000.pdf" target="_blank">Enquetekommission &#8220;Kultur in Deutschland&#8221;</a>, in <a href="http://www.iatge.de/aktuell/veroeff/jahrbuch/jahrb07/08-gaertner-david.pdf" target="_blank">zig Studien</a> Kreativität, Ideen, geistige Arbeit zu wesentlichen Wirtschaftsfaktoren der &#8220;Wachstumsbranche Kulturwirtschaft&#8221; erklärt.</p>
<p>Der Umgang damit spottet allerdings, das zeigen die beiden Abgeordneten Edathy und Kauder in exemplarischer Weise, jeglicher Beschreibung. Urheber aller Sparten von Wissenschaftlern über Autoren, Kreative, Künstler bis Fotografen können ein Lied vom wirtschaftlich schädlichen und untragbaren Umgang mit ihrer Arbeit singen: Was man nicht anfassen kann, ist einem monströsen Wertverfall unterworfen. Und offenbar in der öffentlichen Wahrnehmung so wertlos geworden, dass noch nicht einmal gefragt wird, bevor das, was ein anderer geschaffen hat, für eigene Zwecke genutzt wird. Über alle notwendigen urheberrechtlichen und wirtschaftlichen Betrachtungen hinaus ist das auch ein Zeichen abgrundtief schlechter Manieren. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Liebermann#Zeit_des_Nationalsozialismus" target="_blank">Max Liebermann</a> liefert ein treffendes Zitat dazu: &#8220;Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen könnte.&#8221;</p>
<p>Nachtrag: &#8220;Guttenbergen&#8221; ist steinalt &#8211; jetzt gilt <a href="https://plus.google.com/115981430842039676837/posts/E2NwCtzaj4z" target="_blank">&#8220;kaudern&#8221;</a>.</p>
<p>Nachtrag 2: &#8221;Für mich führt an einem Rücktritt vom Vorsitz des Rechtssausschusses des Bundestags nach eingestandenem mehrfachem Bruch geltender Urheberrechtsgesetze kein Weg vorbei.&#8221; <a href="http://saschalobo.com/2011/09/30/siegfried-kauder-und-der-grose-bar/" target="_blank">Sascha Lobo zum Thema &#8220;Kaudergate&#8221;</a></p>
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		<title>Nachrichten aus der Parallelgalaxie</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 08:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn+Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[Kollegenrunde zum Wochenstart, nach Gesprächen über Job, Auftragslage, Termine fällt ein bedeutungsschwangeres Wort in die Runde: &#8220;Medienkompetenz&#8221;. Allseits betretene Gesichter. Ja wie jetzt, lesen, schreiben, Ausknopf oder was? Die üblichen Trampelpfade des Denkens beginnen wieder einmal, sich im Kreis zu drehen. Zwischen Twitter-Bashing und Facebook-Hass ist noch ein wenig Süffisanz in Sachen Google+ herauszuhören, allen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><img class="alignnone size-full wp-image-5617" title="Wert" src="http://www.heikerost.com/wp-content/uploads/2011/09/Foto.jpg" alt="" width="625" height="242" />Kollegenrunde zum Wochenstart, nach Gesprächen über Job, Auftragslage, Termine fällt ein bedeutungsschwangeres Wort in die Runde: &#8220;Medienkompetenz&#8221;. Allseits betretene Gesichter. Ja wie jetzt, lesen, schreiben, Ausknopf oder was? Die üblichen Trampelpfade des Denkens beginnen wieder einmal, sich im Kreis zu drehen. Zwischen Twitter-Bashing und Facebook-Hass ist noch ein wenig Süffisanz in Sachen Google+ herauszuhören, allen wortgewaltigen Äußerungen gemeinsam: Präsent ist dort &#8211; wie leider oft üblich &#8211; kaum einer der Anwesenden. Umso knackiger, praxisfremder und grundsätzlich negativer sind die Befindlichkeiten und Urteile über die Netzwelt, von denen sich selbst Frank Schirrmacher mit Grausen abwenden würde. Alles nichts Neues, alles schon tausendmal gehört, irgendwo zwischen Langeweile und Zorn brauche ich einen Kaffee.</p>
<p>Eigentlich ist es unfassbar, im Jahr 2011 ausgerechnet Journalisten die digitale Welt erklären zu müssen. Zum hunderttausendsten Mal sich den Mund fusselig zu reden und darüber zu bloggen: Der eine jammert über Zeitmangel, der nächste beklagt Überforderung, der dritte bekrittelt vermutete Selbstausbeutung seiner digital aktiven Kollegen und schwenkt mit Hinweis auf seine Arbeitszeit einen Tarifvertrag: &#8220;<strong>Davon</strong> steht aber <strong>nix</strong> da drin!&#8221; Peinliche Äußerungen der ganz besonderen Art sind das insbesondere dann, wenn vollmundig nach Medienkritik und vor allem -kompetenz verlangt wird. Der eingeschränkte Blickwinkel der Anwesenden meint nämlich damit ausschließlich das Thema &#8220;Zeitung&#8221;. Ein paar in die Runde geworfene Begriffe wie z.B. <a href="http://www.datenjournalist.de" target="_blank">Datenjournalismus</a> und der Verweis auf den <a href="http://blog.zeit.de/zeitansage/2011/09/26/zeit-online-gewinnt-online-journalism-award-2011_793" target="_blank">Online Journalism Award 2011 für ZEIT online</a> offenbaren blanke digitale Unkenntnis. Medienkompetenz? Zeitung lesen! Ach ja. Da war was, genau. Medienkompetenz, Holzklasse, &#8220;störet meine Kreise nicht&#8221;. Das hat schon in der Antike ein böses Ende gefunden.</p>
<p>Desillusionierend, wenn in der gleichen Runde so herzhaft wie bitterböse über diejenigen Kollegen hergezogen wird, die sich um Erkenntnisgewinn bemühen und das oft genug in ihrer Freizeit, vom Arbeitgeber hängengelassen, in abendlichen Selbststudien vor dem Rechner tun. Fortbildungsangebote in Sachen &#8220;Digitale Welt&#8221; haben offenbar die gleiche Wahrscheinlichkeit wie ein Lotto-Volltreffer. Anstelle aber miteinander zu reden, gemeinsam dazu zu lernen &#8211; den meisten stehen noch einige Berufsjahre bevor! &#8211; wird deftig Front gemacht gegen die Netzaffinen: Die Liste der Vorwürfe von Selbstausbeutung, Verblödung, mangelnder Solidarität (den Netzverweigerern gegenüber!) ist ellenlanger Beleg für unkollegiale Borniertheit. Kollegen gegen Kollegen, das ist ein neuer, überaus übler Stil im Umgang  miteinander &#8211; und darüber hinaus Lichtjahre von Problemlösungen entfernt.</p>
<p>Mitten aus der Parallelgalaxie flattert von irgendwoher ein kleiner Papierschnipsel auf den Tisch: Ein Kurzinterview mit einer Anwesenden zum Stichwort Medienkompetenz. Hätte sie sich nicht gerade ziemlich harsch über die &#8220;grenzdebilen Netzdeppen&#8221; in ihrem eigenen Verlagshaus ausgelassen, sich mit stolzem Lächeln als Social-Media-Verweigerin geoutet und über die eigene akute Überforderung durch ihre täglichen Maileingang geplaudert, könnte ich das eventuell ernst nehmen.</p>
<p>Und weil&#8217;s grade wunderbar passt: &#8220;&#8230;antidigitaler Fundamentalismus der Internetangsthasen&#8221;, so zitiert Gunnar Sohn den früheren IBM-Cheftechnologen Gunter Dueck in einem <a href="http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/8141-warum-deutschland-seine-internet-aversionen-kultiviert" target="_blank">lesenswerten Beitrag auf The European.</a></p>
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		<title>Crossmediale Wortscharmützel am Morgen</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 08:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kollegenrunde am Morgen: Frühstück in ungewöhnlicher Beredsamkeit. Zugegeben, morgens bin ich eher schweigsam &#8211; und neige dazu, Mails meiner Kunden sinnvoll zu beantworten, den Tag in Ruhe durchzustrukturieren, mich der Lektüre diverser RSS-Feeds und Websites zu widmen. Ein passender Ideensteinbruch ist das allemal, für die eigene Arbeit ebenso wie für diverse Facebook-Seiten und sinnvolle Dialoge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Kollegenrunde am Morgen: Frühstück in ungewöhnlicher Beredsamkeit. Zugegeben, morgens bin ich eher schweigsam &#8211; und neige dazu, Mails meiner Kunden sinnvoll zu beantworten, den Tag in Ruhe durchzustrukturieren, mich der Lektüre diverser RSS-Feeds und Websites zu widmen. Ein passender Ideensteinbruch ist das allemal, für die eigene Arbeit ebenso wie für diverse Facebook-Seiten und sinnvolle Dialoge via Social Media. Drumherum Diskussionen über die Nutzung digitaler Werkzeuge: Die Frage eines Passworts für den mobilen Rechner taucht auf &#8211; und wird prompt als Zumutung definiert. Wegen des ungemein hohe Aufwands. Und überhaupt, zuhause und privat schnelles DSL anschaffen, diese Vorstellung scheint dem ein oder anderen Teilnehmer der Runde so unangenehm wie jenseits aller Vorstellung zu sein.</p>
<p>Ich schweige verblüfft. Darauf noch einen Kaffee, es gibt Themen, die lohnen die Diskussion einfach nicht. Wieder vertieft in die Tasten, zwei Anfragen bedürfen einer halbwegs intelligenten Antwort, ein verbandliches Thema ebenfalls. Neben mir staunt eine Kollegin; mit spitzem Tonfall und spöttischem Lächeln fällt das Stichwort &#8220;Internet-Sucht&#8221;. Schließlich sei es eine Zumutung, sich &#8220;privat auch noch&#8221; mit dem Thema zu befassen. Man sei in der Redaktion ausgelastet genug mit &#8220;diesem Unfug&#8221;, das müsse man sich nicht noch nach Feierabend antun. Überhaupt, alles unjournalistisch, unseriös, windiges Schmierantentum, diese Blogger, die Sache mit dem Netz sei bei weitem überschätzt. Ich schweige immer noch, aus morgendliche Wortkargheit in Kombination mit Restverblüffung und einer gewissen Diskussionsunlust wegen Sinnfreiheit.</p>
<p>Dann wird die Kollegin direkt und spricht mich in spitzem Tonfall an: &#8220;Was machen Sie eigentlich, wenn man Ihnen Ihr digitales Spielzeug wegnimmt? Bestimmt Suizidgefahr?!!&#8221;, ein spöttisches Lächeln begleitet ihre Worte. An einen ebenfalls in morgendliche Arbeit vertieften Kollegen gewandt, legt die Dame nach: &#8220;<strong>Sie</strong> nutzen sicherlich das Netz <strong>nur</strong> für wirklich <strong>wichtige</strong> Dinge!&#8221; Interessant, dass solche Situationen bestens illustrieren, was so manche Studie behauptet: <a href="http://www.drehscheibe.org/lokaljournalismus-crossmedial.html" target="_blank">&#8220;Crossmedial denken und arbeiten &#8211; das fällt vielen Redakteuren von Tageszeitungen schwer.&#8221;</a> Mindestens ebenso interessant: Dass unterschiedlicher Umgang mit den Möglichkeiten 2.0 jenseits aller humorvollen Betrachtungsversuche ungeahnt tiefe Gräben zwischen Kollegen aufwerfen können. Auch in Redaktionen übrigens &#8211; aber das ist ein anderes Thema.</p>
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		<title>Immer diese Apps &#8230;..!</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 13:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Rost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediennotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn+Witz]]></category>

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		<description><![CDATA[Medienhype zu spätnächtlicher oder frühmorgendlicher Stunde, das kommt auf die Sichtweise an: Wired Deutschland, was auch sonst. 182cm Lichtmalerin in purer Neugier am Glasbrett, deutlich gebremst durch stramme 663 MB im Download. Nun ja, beim Erstling und möglicherweise Unikat verzeiht man sowas großmütig. Sowieso bei Morgenkaffee-App-Lektüre. Wired macht Vergnügen; wegen der unverhofften Sounds beim Blättern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Medienhype zu spätnächtlicher oder frühmorgendlicher Stunde, das kommt auf die Sichtweise an: Wired Deutschland, was auch sonst. 182cm Lichtmalerin in purer Neugier am Glasbrett, deutlich gebremst durch stramme 663 MB im Download. Nun ja, beim Erstling und möglicherweise Unikat verzeiht man sowas großmütig. Sowieso bei Morgenkaffee-App-Lektüre. Wired macht Vergnügen; wegen der unverhofften Sounds beim Blättern, wegen humorvoller Videos und grandioser Geschichten. 2,99 € für ansprechendes, unterhaltsames Gehirnfutter sind auf jeden Fall gut investiert. Ich überleg mir dann mal, ob ich meine Sammlung historischer Einzel-, Erst-, und Sonderausgaben um ein gedrucktes Exemplar der deutschen Ausgabe von Wired erweitere.</p>
<p>Stichwort Apps, genau: Ach, wäre doch ein Kraut gegen die unglaublichen Datenmengen von Magazin-Apps gewachsen! Alles kein Problem in Reichweite hurtiger Datenleitungen. Mit dem mobilen Lesevergnügen ist&#8217;s bisweilen leider nicht so weit her; wer das Pech hat, keinen flotten WLAN-Hotspot zu finden, sich möglicherweise auch in Gebieten mit mangelhafter Mobilnetzabdeckung aufhält, schaut gnadenlos in die Röhre. Durchschnittlich um die 400 MB Download pro Ausgabe flotter Heftchen aus nationalen und internationalen Verlagen legen nicht nur iPads lahm, sondern erfreuen auch deren Besitzer: Essig ist&#8217;s mit der bunten, multimedialen Lektüre für unterwegs, manchmal bleibt nur noch der Weg an den hoffentlich gut sortierten Zeitungskiosk.</p>
<p>Essig, auch das: So richtig, wirklich und gründlich sauer war ich nach dem kürzlichen App-Update meiner Lieblingsablenkungslektüre für längere Bahnfahrten. Die Cosmopolitan ist ja durchaus geeignet, um ein nach diversen Meetings hochtourig nachglühendes Journalistinnengehirn auf fast Flatline herunterzupegeln. Das gehobene Text- und Bildwerk für Business-Barbies und angejahrte Girlies verspricht für die neue Version Abhilfe für den ein oder anderen Fehler. Zu blöd nur, dass die runderneuerte App zwar anscheinend laufstabiler ist, dafür aber eine nagelneue, fette Macke offenbart &#8211; nach dem Update sind die zuvor geladenen Ausgaben samt und sonders aus dem Speicher des iPad verschwunden. Nun gut, vor Update kommt Backup; der Versuch, die Hefte aus der Datensicherung wieder herzustellen, schafft keine Abhilfe: Kaufen kann man sie gerne erneut, aber bereits erworbene, archivierte Digital-Cosmos sind rettungslos im Nirvana gelandet.</p>
<p>(Ratlose Frage am Rande: Was zum Teufel mach ich jetzt nur ohne die ganzen unterhaltsamen Bastelanleitungen für perfekte Blowjobs und Doppelrittberger für die moderne Liebhaberin?!)</p>
<p>Was mach ich jetzt nur ohne soviel nützliche Ratgeberhilfe? Auch die</p>
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