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Inspiration (53) – Notizbücher
Es gehört seit langem zu meinen Gewohnheiten, nie ohne ein Notizbuch unterwegs zu sein. Erlaubt es die Zeit zwischen zwei Terminen, sitze ich gerne in einem Café, lasse meinen Blick schweifen und die Gedanken wandern. Aus diesen Momenten werden oft die besten Geschichten und Texte, wenn kleine Aperçus, Blicksplitter und Bruchstücke sich aus wilder Mischung in ersten Notizen und Zeichnungen zur Idee formen. Entgegen landläufiger Meinung über Photographen bin ich nicht ständig und überall mit der Kamera unterwegs. Bei Auftragsvorgesprächen ist sie überflüssig, bei Besichtigungen möglicher Orte für Porträtaufträge ist sie eher hinderlich: Ich lasse Lichtstimmungen, Farbigkeiten und die Atmosphäre vieler Örtlichkeiten lieber ungefiltert direkt auf mich wirken, betrachte in aller Ruhe die Veränderungen des Lichts. Nur wenn das Bild im Kopf so renitent wird, dass es ein Ventil braucht und gern hinaus möchte, mache ich ein paar Notizen – mit der Kamera in meinem Mobiltelefon.
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diese notizbuecher werden zu reinsten kunstwerken und kleinodien?[sagt man das?] habe letzte woche giorgia fiorios austellung ‘the gift’ in dublin [photoireland festival 2010] gesehen. das sind ausgestellte meisterwerke, koennen allerdings nur mit einer lupe gelesen werden….. wenn man auf reisen ist, moechte man schon alles in ein buch bekommen. fuer den aussenstehendes ein herrliches gemisch an text, schrift und kleinen zeichnungen, ein guter kontrast zu ihren schoenen grossen bildern.
gruesse!
Oh ja, das sind sie wohl, diese Notizensammlungen: Kleinodien. Im Freundeskreis gibt es ebenfalls ein paar “Kladdenverrückte”: Blüten, Blätter zwischen den Seiten, Notizen, Skizzen, manchmal kleine Aquarelle. Umso interessanter, wenn man mit einigen Jahren Abstand in den Büchern blättert. ;-) Grüße zurück!