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	<title>Kommentare zu: Grenzgänge &#8230;</title>
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		<title>Von: Wolf</title>
		<link>http://www.heikerost.com/texte/momente/grenzgange/comment-page-1/#comment-655</link>
		<dc:creator>Wolf</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 09:09:58 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist die Gedankenlosigkeit in den Redaktionen, dem Wunsch der Anzeigenabteilung (gibt&#039;s das noch?) zu entsprechen, einen möglichst hohen Klickanteil zu generieren. Daran hat sich nichts geändert.

Ich bin noch im Besitz jenes Fotos eines nächtlichen Verkehrsunfalls, das mich zum sofortigen Berufswechsel veranlasste. Die Wette zwei besoffener Autofahrer gipfelte darin, als sogenannte &quot;Geisterfahrer&quot; über eine ca. tausend Meter lange Brücke zu rasen. In der Mitte der Brücke begegneten die Idioten einem Paar auf dem Motorrad.

Die unverletzt geflüchteten Täter profitierten später von den gerichtsüblichen Volltrunkenheits- Boni, während die Familien der Opfer noch bis heute traumatisiert sind.  Ich auch. Fast 20 Jahre lang rührte ich keine Kamera mehr an, auch nicht für private Zwecke.

Gerate ich in einen &quot;Stau auf der Gegenfahrbahn&quot;, achte ich höllisch auf genügend Abstand zum Vordermann. Die Gaffer bremsen meist abrupt, während hinter mir noch ungeduldig gehupt wird. Die Drängelei endet spätestens in Höhe der Unfallstelle...

Es hilft nicht zu lamentieren, dass wir offensichtlich so gestrickt sind. Wenigstens Verleger, Chefredakteure und Journalisten sollten das Rattenrennen um die schrecklichsten Bilder verweigern. Auch wenn es Auflage kosten sollte. Der Preis einer Massen-Traumatisierung ist höher und der nächste Kommentar gegen sogenannte &quot;Ballerspiele&quot; umso unglaubwürdiger.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist die Gedankenlosigkeit in den Redaktionen, dem Wunsch der Anzeigenabteilung (gibt&#8217;s das noch?) zu entsprechen, einen möglichst hohen Klickanteil zu generieren. Daran hat sich nichts geändert.</p>
<p>Ich bin noch im Besitz jenes Fotos eines nächtlichen Verkehrsunfalls, das mich zum sofortigen Berufswechsel veranlasste. Die Wette zwei besoffener Autofahrer gipfelte darin, als sogenannte &#8220;Geisterfahrer&#8221; über eine ca. tausend Meter lange Brücke zu rasen. In der Mitte der Brücke begegneten die Idioten einem Paar auf dem Motorrad.</p>
<p>Die unverletzt geflüchteten Täter profitierten später von den gerichtsüblichen Volltrunkenheits- Boni, während die Familien der Opfer noch bis heute traumatisiert sind.  Ich auch. Fast 20 Jahre lang rührte ich keine Kamera mehr an, auch nicht für private Zwecke.</p>
<p>Gerate ich in einen &#8220;Stau auf der Gegenfahrbahn&#8221;, achte ich höllisch auf genügend Abstand zum Vordermann. Die Gaffer bremsen meist abrupt, während hinter mir noch ungeduldig gehupt wird. Die Drängelei endet spätestens in Höhe der Unfallstelle&#8230;</p>
<p>Es hilft nicht zu lamentieren, dass wir offensichtlich so gestrickt sind. Wenigstens Verleger, Chefredakteure und Journalisten sollten das Rattenrennen um die schrecklichsten Bilder verweigern. Auch wenn es Auflage kosten sollte. Der Preis einer Massen-Traumatisierung ist höher und der nächste Kommentar gegen sogenannte &#8220;Ballerspiele&#8221; umso unglaubwürdiger.</p>
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