Randnotiz: Gestern eine spannende Debatte mit Kollegen geführt, es ging um journalistische Projekte, Verzahnung On- und Offline-Publikationen, Inhalte, visuelle Kultur. Wenig Schlaf gefunden im Nachklapp zur Debatte, weil die Synapsen funkensprühend nächtens vor sich hinknallten und -zischten. Heute früh stand dann eine Besprechung mit zwei Kollegen auf dem Terminkalender; verstohlen gähnte ich meine Kaffeetasse an, woraufhin einer der beiden Herren schmallippig fragte: “…übernächtigt?” Ich konterte mit einer Ultrakurzknappzusammenfassung des furiosen Diskussionsabends, kombiniert mit der launigen Bemerkung, dass ich gerne öfter solche Gespräche unter Journalisten führen würde. Allemal dann, wenn die Kollegen tatsächlich vieles davon umsetzen – jenseits von Qualitätsdebatten, weißen Schimmeln, weit weg von “Zwergen im Apfeluniversum”, mit Ideen, Mut zum Risiko und eigentlich hoffnungslos unterbesetzten Redaktionen.
Lapidarer Kommentar des zweiten Kollegen (Selbstbeschreibung: “Visionär, kreativ, zukunftsorientiert, Vordenker”): “Und, was gab’s zu essen?” Manchmal wundert mich nichts mehr. Gar nichts.







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Na ja, die alte geschichte der Zwerge auf den Schultern von Riesen. Und Zwerge haben halt auch Hunger …